Ralph Eid, Landschaftsarchitekt

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Dränstreifen bepflanzt
Trockenbeet
trockenheitsverträgliche Gräser und Stauden in einem Kiesbeet (muss sparsam bewässert werden Trockenbeet unter Balkon
Beet an der Hauswand unter einem Balkon (muss bewässert werden) Euphorbien im Kies
Euphorbien im Kies (kommen ohne Bewässerung aus) Schattenstauden bewässert
Schattenstauden an der Hauswand, mit automatischer Bewässerung (das Foto stammt vom Jahr der Bepflanzung im November, deswegen ist die Bepflanzung schon etwas schütter)

Dränstreifen

Der ca. 40 bis 50 cm breite Streifen unmittelbar am Haus ist ein wichtiger Bereich, um Feuchtigkeit und Schmutz von der Fassade fern zu halten. Wenn alles richtig gemacht wurde, ist das Fundament, bzw. die Kellerwand gegen Feuchtigkeit abgedichtet und zusätzlich mit einer Noppenfolie oder Filtersteinen gegen drückendes Wasser geschützt. Der Übergang zwischen der (unterirdischen) abgedichteten Wand und der oberirdischen, verputzten oder mit Fassadenelementen geschützten Wand, ist ein besonders heikler Bereich, der entsprechend gesteigerte Aufmerksamkeit erfordert. In diesem Übergangsbereich zwischen Erdreich und Luft kann es leicht zu einem Feuchtigkeitsstau kommen, weil Niederschlagswasser nicht schnell genug versickern kann. In der Folge kann die Feuchtigkeit kapillar in den Putz aufsteigen und auf Dauer die Fassade schädigen. Aber auch wenn alles in Ordnung ist, und einfach nur blanke Erde nahe genug an die Fassade reicht, kommt bei stärkeren Regenfällen zu unschönen Schmutzrändern im unteren Bereich der Fassade

: Regentropfen prallen auf die Erde und nehmen Schmutzpartikel auf, die beim Hochschlagen an die Fassade gelangen und dort kleben bleiben.

Abhilfe schafft ein Streifen aus Riesel oder grobem Splitt ohne Feinkorn, weil die großen Körner auch von schwersten Regen- oder Hageltropfen nicht mehr aufgewirbelt werden.

So weit, so gut. Weil in Deutschland alles ordentlich sein muss, sieht man sehr häufig, dass diese Dränstreifen mit einem Leistenstein 'sauber' eingefasst werden – damit der Kies dort bleibt, wo er hingehört und weil man das halt so macht. Der Dränstreifen bekommt damit eine gestalterische Qualität, die ihm eigentlich gar nicht zukommt – schließlich ist das eine rein technische Angelegenheit.

Ich finde das einfach nur abschreckend. Noch dazu, wenn man statt schmaler Leistensteine, die nicht so sehr ins Auge fallen, besonders dicke und protzige verwendet, die dann schon auf den ersten Blick als Fremdkörper wirken. Wenn man schon eine Einfassung braucht, wie das im Übergang zum Rasen sinnvoll ist, dann sollte sie im Idealfall so schmal sein, dass man sie gar nicht sieht. Am einfachsten geht das mit einem ca 8 mm dicken Flacheisen, das man bündig mit der Erdoberfläche einbaut. Zur Fixierung reichen i..d.R. ein paar Mörtelkleckse aus. Wenn man mit einem dicken Rasenmäher darüber fahren muss, sollte man allerdings ordentliche Punktfundamente setzen.

Ansprechender und ästhetischer wirkt dieser Bereich allerdings, wenn er quasi in die Gestaltung integriert wird und gar nicht als Dränstreifen wahrgenommen wird. Das ist am einfachsten bei modernen Häusern möglich, die nur einen geringen oder sogar überhaupt keinen Dachüberstand haben, so dass Niederschlagswasser bis an die Fassade gelangt. Wo der Boden durchfeuchtet wird, können Pflanzen gedeihen. In sonnigen Bereichen sind das am besten an Trockenheit gewöhnte Stauden, die in durchlässigen Böden oder sogar in reinem Kies gut gedeihen. Auf der Schattenseite, also v.a. auf der Nordseite, machen sich großblättrige Stauden und Sträucher wie die Samthortensie gut. Die brauchen allerdings einen guten, eher tiefgründigen Boden. Aber auch das ist bei einer funktionierenden Dichtung kein Problem. Nur sollte man hier die Mulchschicht durch Riesel ersetzen.

Wo das Dach weit übersteht oder auf der Nordseite des Hauses, die im Regenschatten liegt, kann man selbstverständlich ebenso bepflanzen, nur braucht man dort etwas mehr Aufwand. Wo der Regen nicht hinfällt, muss man künstlich bewässern. Für sowieso trockenheitsverträgliche Pflanzen reicht es, wenn man ab und zu giesst. Pflanzen mit höheren Asprüchen brauchen mehr und regelmäßig Wasser - dort wäre eine automatische Bewässerung angebracht. Am einfachsten sind Tropfschläuche, die an der Wasserhahn oder die Regentonne angeschlossen werden.

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