Ralph Eid, Landschaftsarchitekt

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Gegensätze

Entwickelung

Da ich der Meinung bin, Weihnachten sollte man nicht für Werbung missbrauchen, verzichte ich auf die allgegenwärtigen Weihnachtsgrüße, mit denen man so ganz nebenbei jedem mitteilen kann, wem man in diesem Jahr etwas gespendet hat und sich seinen ganz persönlichen weihnachtlichen Heiligenschein aufsetzen kann. Stattdessen verschicke ich Neujahrsgrüße. Dazu suche ich mir ein Zitat, von dem ich glaube, dass es sich gut als allgemeiner Wahlspruch für das kommende Jahr eignen könnte, und kombiniere es mit einem Foto aus meiner Sammlung, das in einem mehr oder weniger guten Zusammenhang mit dem Jahreswahlspruch steht.

Mein diesjähriges Zitat hat mehr als sonst einen direkten Bezug zu unserer gesellschaftlichen Situation. Deshalb will ich hier ausführlicher darauf eingehen.

Mir wurde das Wahlkampfgetöse vor und nach der Bundestagswahl und der daran anschließenden 'Sondierungsrunden' so zuwider, dass ich mich wieder mal gefragt habe, ob unsere Politiker ihre eigenen Äußerungen wirklich selber glauben oder ob sie uns, den Bürger, für so doof halten, dass er ihr Imponiergehabe noch ernst nimmt. V.a. wenn es um die AfD geht, habe ich oft den Eindruck, unsere etablierten Politiker, z.T. auch die Medien, verlieren die Werte, für die sie angeblich stehen, selbst aus den Augen. Oder hat man uns nicht in der Schule schon von der Meinungsfreiheit vorgeschwärmt? Gilt die jetzt nicht mehr für jeden? Oder ist es bei der AfD legitim, wenn man quasi auf Kommando wie eine Meute wildgewordener Hunde über sie herfällt?

Man muss die AfD nicht mögen. Tatsache ist aber, dass über 12 % der Wähler ihr Kreuz bei der AfD gemacht haben. Das sind doch nicht alle Rechtsradikale. Aber offenbar gibt es in unserer Gesellschaft Defizite, die die etablierten Parteien übersehen haben. Oder die sie gerne übersehen würden. Alles, was mit Nationalstaat, mit Heimat oder Vaterland zu tun hat, wurde jahrzehntelang in die rechte Schmuddelecke gestellt. Ein Deutscher mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit hat so etwas nicht zu denken. Was in anderen Staaten selbstverständlich ist, wird bei uns konsequent mißachtet. Dabei ist die Beschäftigung mit der eigenen Identität doch ein ganz natürliches Bedürfnis.

Vielleicht geht es aber in Bezug auf die AfD um ganz egoistische Ziele. Wenn man sich sachlich mit der AfD auseinandersetzen würde, müsste man Zweifel an den eigenen Entscheidungen zulassen. Wie war das mit der Bankenrettung, mit Griechenland, mit der Bundeswehr in Afghanistan, mit der Flüchtlingsproblematik? Da wurden 'alternativlose' Entscheidungen getroffen, die das Parlament erst hinterher absegnen durfte oder musste - der Unterschied ist nicht sehr deutlich. Es ist nicht zu übersehen: Je mehr die Politik das 'Große Ganze' im Blick hat, desto mehr verliert sie den Menschen aus den Augen. Man versucht die Welt zu retten und lässt die eigene Bevölkerung im Stich.

Wenn jemand an unseren Politikern herummäkelt, heißt es unisono: Was wollt ihr eigentlich? Uns geht es doch gut, eigentlich besser denn je. Die Wirtschaft brummt, die Arbeitslosigkeit ist niedrig - das Große Ganze läuft eben wie geschmiert. Doch wenn man sich die Details ansieht, bröckelt die schöne Fassade:

Das sind nur die Beispiele, die mir auf Anhieb eingefallen sind. Mit geringer Anstrengung könnte man gewiss noch zahlreiche andere hinzufügen, die alle die Schlussfolgerung bestätigen: Was uns Bürgern als heile Welt vorgegaukelt wird, ist in der Tat nur Fassade, die an allen Enden und Ecken Risse zeigt. Ich will nicht behaupten, dass früher alles besser war. Im Gegenteil: den idealen Zustand gab es nicht und wird es wohl auch nie geben. Wichtig ist die Art der Betrachtungsweise: Es ist ein Unterschied, ob man einen bestimmten (aktuellen) Zustand betrachtet, oder ob man die Entwickelungslinie davor und dahinter mit berücksichtigt. Es ist ganz bestimmt falsch, wenn man die Welt statisch betrachtet. Jede Tätigkeit, ob körperlich oder geistig, verändert den aktuellen Zustand. Leben, auch das wirtschaftliche, ist dynamisch. Alles entwickelt sich, mal schneller, mal langsamer. Entscheidend ist, in welche Richtung die Entwickelung verläuft. Die gleiche Zustandsbetrachtung kann einmal Teil einer aufsteigenden Entwickelung sein - dann kann man in Ruhe weiter daran arbeiten, das Gute besser zu machen und das Schlechte immer mehr zu vermeiden. Sie kann aber genau so gut Teil einer absteigenden Entwickelung sein - dann ist ruhiges und besonnenes Handeln ziemlich nutzlos, weil das die Entwickelung vielleicht etwas verlangsamt, aber nicht verändert. In diesem Fall wäre ein energisches Handeln gefordert: das Ruder müsste kraftvoll herumgerissen werden, um dem System eine neue Richtung zu geben.

Viele weitere Beispiele habe ich in dem Buch „Moral und Politik - Gedanken zu einer gerechten Gesellschaft“) gefunden. Der Autor, Michael J. Sandel, lehrt seit 1980 in Harvard und gilt laut Klappentext als weltweit bekanntester Moralphilosoph. Er beschreibt anschaulich, wie rein ökonomisches, wertfreies Denken die Tugenden einer Gesellschaft zersetzt. Der Mensch ist nämlich von Natur aus keineswegs so egoistisch wie die Ökonomie das voraussetzt. Viele Studien belegen, dass Gemeinschaftsgefühl, Verantwortungsbewusstsein oder ganz allgemein: Altruismus einen hohen Stellenwert im Wertebewusstsein der Menschen haben. Sobald aber ein finanzieller Anreiz mit ins Spiel kommt, schwinden die Tugenden und werden durch kalte Berechnung ersetzt.

In Israel gehen jedes Jahr Oberschüler an einem bestimmten Tag von Tür zu Tür und sammeln Spenden für soziale Projekte. Im Rahmen dieser Aktion wurde eine Untersuchung durchgeführt, inwiefern finanzielle Anreize die Motivation der Schüler beeinflussen. Es wurden drei Gruppen gebildet, von denen die erste nur eine kurze motivierende Erklärung über die gesellschaftliche Bedeutung des Anliegens erhielt, bevor man sie losschickte. Die zweite und die dritte Gruppe erhielten die gleichen Erklärungen, aber zusätzlich die Aussicht auf finanzielle Belohnung auf Grundlage der gesammelten Beträge: Ein Prozent für die zweite Gruppe, zehn Prozent für die dritte. Wie abzusehen war, war der Ertrag der zweiten Gruppe am geringsten. Sobald Geld ins Spiel kommt, verlieren moralische Impulse ihren Wert. Und da 1% nur ein lumpiges Taschengeld gegenüber 10% sind, ist die Abwägung zwischen Aufwand und Nutzen schnell überschlagen. Besonders interessant aber ist die Tatsache, dass die erste Gruppe, die keine finanzielle Anreize als zusätzliche Motivation erhielt, eine größer Spendensumme erzielte als Gruppe zwei und drei zusammen. Das perfide Ergebnis der Studie: Obwohl ethische Motive stärkere Handlungsanreize ausüben als finanzielle, führen bereits geringe finanzielle Anreize zu einer deutlichen Schwächung der moralischen Motivation. Ähnliche Beispiele für andere Lebensbereiche können dort zur Genüge nachgelesen werden. Ich bin immer wieder tief berührt, wenn ich sehe, wie kalte Empirie den gesunden Menschenverstand bestätigt: Die Ökonomie macht den Menschen erst zu dem, als was sie ihn ansieht.

Mehr und mehr gehen Unternehmen dazu über, ihre Gewinne aufzubessern, indem sie die übrigen Steuerzahler anzapfen. Während Subventionen oder Steuervergünsigungen eigentlich daür gedacht sind, Unternehmen zu unterstützen, die aus eigener Kraft nicht überlebensfähig sind, oder nicht genug Kapital besitzen, um neue Produkte zu entwickeln, bzw. Märkte zu erschliessen, wird das Gemeinschaftskapital vermehrt als normale Einkommensquelle genutzt. M. Sandel beschreibt ausführlich die sog. Putzfrauenversicherung: Große Unternehmen schliessen Lebensversicherungen auf ihre Mitarbeiter ab. Im Todesfall kassiert das Unternehmen die Versicherungssumme. Betroffen sind nicht nur leitende Mitarbeiter, die für ein Unternehmen nicht so leicht austauschbar sind, sondern alle bis hinunter zu den einfachsten Arbeitern (daher der Name). Nun sind die Versicherungsleistungen so berechnet, dass zwischen der eingezahlten und der ausgezahlten Summe immer eine Differenz zu gunsten der Versicherungsgesellschaft bleibt. Die Lebensversicherung an sich ist also keine Gewinnquelle für das Unternehmen, wohl aber die Steuervergünstigung, die auf die Lebensversicherung gewährt wird. So fragwürdig die ökonomische Komponente ist, umso perfider ist die ethische: Wenn man am Tod seiner Mitarbeiter verdient, dann macht es wenig Sinn, in Arbeitsschutz zu investieren, da der ja gerade das Gegenteil zum Ziel hat.

In der Politik ist niemand in Sicht, dem ich zutrauen würde, das Ruder herumzureißen. Vor jeder Wahl frage ich mich, ob es Sinn macht, dorthin zu gehen. Meistens komme ich zu dem Schluss, dass es keinen Sinn macht. Höchstens zur Landtagswahl kann ich mich aufraffen, aber auch nur, um der CSU (die sich in meinen Augen viel zu großkotzig gebärdet und in mancher Hinsicht nicht weniger populistisch äußert als die AfD) einen Dämpfer zu bereiten; nicht weil ich die Alternativen besser finde.

Ich selbst habe keine Lösungen. Man wird mir vorhalten, dass es immer leichter ist, zu kritisieren, als selbst mitzuarbeiten und dann auch die Fehler, die gemacht werden, mitzutragen. Da ist etwas wahres dran. Andererseits muss ich mir, wenn ich mich realistisch einschätze, eingestehen, dass ich dazu nicht fähig bin. Aber als mündiger Bürger kann, darf und muss ich in einer Demokratie den Repräsentanten meiner Gesellschaft irgendwie mitteilen, was ich von ihnen halte, bzw. erwarte.

Trotz allem, was mich an der realen Politik abstößt, versuche ich immer wieder, die Beweggründe unserer Politiker zu verstehen. Die einfache Erklärung, dass nur noch Macht, Geld und Klientel zählt, trifft zwar bestimmt auf viele zu, ist aber so pauschal zu einfach. In vielen Fällen liegt das grundsätzliche Problem tiefer: Wir alle, und da machen Politiker keine Ausnahme, sind in Denkschemata eingesponnen, die uns in der Regel nicht bewusst sind, die aber unsere Entscheidungen sehr stark beeinflussen. Unser Denken ist keineswegs so rational geprägt wie wir das selber gerne glauben. Es wird überlagert von Gefühlen, von Charaktereigenschaften, von Ideologien, die unser Leben vielleicht schon seit unserer Jugend prägen. Ein extrovertierter Machtmensch wird fast automatisch zu Liberalismus, zu Marktwirtschaft und Wettbewerb tendieren, ein introvertierter, gefühlsorientierter Charakter zu sozialen Lösungen. Beide Ansätze entspringen keineswegs einem rationalen Bewusstseinsprozess, sie sind einfach vom Charakter vorgeprägt.

So kommt es, dass Ideologien Entscheidungen beeinflussen, wo rationales Denken angebracht wäre. Beispiele dazu gibt es genügend:

Auch wenn, wie hier dargestellt, die ideologische Betrachtungsweise die Vernunft ausschaltet, heißt das keineswegs, dass der Verstand, bzw. die Vernunft nicht an den Lösungen beteiligt ist. Im Gegenteil: In die Ausgestaltung der Lösung wird sehr viel Fachwissen gesteckt, da kommt der Verstand durchaus zur Geltung. Leider ist es dann bereits zu spät, weil die grundsätzliche Richtung bereits feststeht. Der real existierende Mensch setzt sich aus vielen verschiedenen Facetten von Charakteren zusammen. Deshalb wird es immer schief gehen, wenn man den Bürger einer Ideologie unterordnen will. Doch es ist nun einmal deutlich bequemer, seinen Denkgewohnheiten, die man sich in der Jugend noch mit erarbeitet hat, treu zu bleiben, als sich selbst in frage zu stellen. Denn das ist ja die Voraussetzung dafür, dass man auch andere Ansätze als legitime Alternative erachtet.

Ein gesellschaftliches Gut darf nie absolut beurteilt werden. Auch in dieser Hinsicht gilt: die angemessene Betrachtungsweise ist die unter Berücksichtigung der Entwickelung. Am Ende der Feudalzeit waren Bürgerrechte und Menschenwürde Errungenschaften, die die Entwickelung in Richtung individuelle Freiheit vorwärts brachten. Diese Entwickelung stagniert aber, wenn diese Errungenschaften mißbraucht werden können, weil sie nur noch abstrakt angewendet werden. Wenn die Entwickelung zum Stehen kommt, dann verkehrt sich Gutes in Schlechtes. Spätestens dann ist es höchste Zeit, mit einem neuen Impuls dem Entwickelungsprozess neue Kraft zu verleihen. In unserer Zeit müsste zu der persönlichen Freiheit die persönliche Verantwortung hinzukommen. So etwas läßt sich aber nicht verordnen. Das wäre ein völlig anderer Ansatz als die heutigen gesellschaftlichen Systeme. Diese Systeme haben an dem einzelnen, individuellen Menschen eigentlich kein Interesse. Denen ist das wichtigste der juristische Rahmen, der die Grenzen definiert, in denen sich der einzelne, ob Mensch oder Organisation, bewegen darf. Auf diesen juristischen Rahmen hat man Einfluss, den kann man gestalten. Auf den persönlichen Menschen hat man keinen direkten Einfluss. Das geht nur über Erziehung, über Aufklärung, über Diskussion und Argumentation. Für schnell entschlossene Gesetzesmacher ist so etwas viel zu mühsam. Auf diese Vorgehensweise lässt man sich nur im Wahlkampf herab, wobei die Argumentation meistens äußerst einseitig ist und die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit bei der Überzeugungsarbeit sehr oft auf der Strecke bleibt. Die Weiterentwickelung muss den Einzelnen mitnehmen. Die politischen Parteien sind da überfordert. Meiner Ansicht nach ist die Zeit der politischen Parteien überholt.

Leider ist dieser neue Impuls, so wichtig er auch wäre, nicht einmal undeutlich zu erkennen. Vielleicht deswegen erscheint es vielen einfacher und wirkungsvoller, die Freiheit pauschal einzuschränken. Das Erstarken der konservativen und rechten Parteien überall in der Welt würde ich als deutliches Indiz werten. Das aber würgt die Entwickelung nicht nur ab, sondern wirft sie zurück. Äußerst interessant in diesem Zusammenhang ist die Veränderung im Selbstverständnis der politischen Parteien in den USA, wie sie bei Michael J. Sandel beschrieben wird: In den Anfangszeiten war es das erklärte Ziel der Republikaner, dass „die öffentliche Politik die Charaktereigenschaften der Bürger kultivieren solle, die zur Selbstverwaltung erforderlich sind (Thomas Jefferson)“. Damals ging es noch um Gemeinschaftsgefühl, um Verantwortung. Die Angst vor Auflösung der bürgerlichen Tugenden durch die Industrialisierung war damals deutlich im Bewusstsein vorhanden. Nach der Wirtschaftskrise von 1929 wurde von Theodor Roosevelt mit Erfolg erneut an dieses Gemeinschaftsgefühl appelliert. Er erwartete auch von den Besserverdienern einen spürbaren Anteil an der nationalen Aufgabe, die Krise zu überwinden. Das war im geschichtlichen Verlauf aber nur von kurzer Dauer. An Stelle der Gemeinschaft trat das Liberalitätsprinzip, das ursprünglich eher von den Demokraten vertreten wurde. Aus der bürgerlichen Freiheit wurde individueller Egoismus: Wer genug Einfluss hat, setzt seine Eigeninteressen ohne Rücksicht auf den Schaden für einzelne oder die Gemeinschaft durch. In diesem Sinne sehe ich in Donald Trump nicht einen bedauerlichen Irrtum im Wählervotum, sondern die logische Konsequenz in der Entwickelung der westlichen Gesellschaften. Wenn man sieht, was die Republikaner heute bewegt, wie sie das Freiheitsprinzip zum Egoismus pervertiert haben, kann man eine wichtige Lektion über Entwickelung lernen: Nichts ist absolut gut oder schlecht; wenn sich die Verhältnisse ändern, ändert sich auch die ethische Dimension. Als freie Menschen sind wir angehalten, die Entwickelung immer im Auge zu behalten und aktiv dafür zu sorgen, dass sie nicht entgleitet. Das Denken in eingefahrenen Bahnen hat keine Möglichkeit, die Entwickelung aktiv zu steuern, im Gegenteil: es unterstützt und beschleunigt die negativen Folgen einmal getroffener Entscheidungen, die für den Augenblick durchaus positiv anzusehen sind.

Damit bin ich wieder am Ausgangspunkt meiner Überlegungen, die wohl manchmal wie ein Zickzackkurs durch unsere gesellschaftliche Landschaft wirken. Das liegt daran, dass mein Denken sich leider nicht in so klaren Bahnen bewegt, wie das wünschenswert wäre. Ich denke mehr mit dem Gefühl, d.h. ich habe eine vage Ahnung, dass etwas mit dem, was ich wahrnehme, nicht in Ordnung ist. Meistens belasse ich es auch dabei, weil andere Dinge für den Moment wichtiger scheinen. Erst wenn ich, so wie jetzt, meine Gefühle in halbwegs verständliche Worte fassen will, bin ich dazu gezwungen, sie mir zu Bewusstsein zu bringen. Das ist schwerer, als es scheint, wenn man nur das Ergebnis sieht.

Jedenfalls finde ich, dass mein diesjähriger Neujahrsspruch alles beinhaltet, was ich gerade dargelegt habe. In unserer Zeit ist es mehr denn je notwendig, das Wort von Jean Paul zu verinnerlichen: „Um zur Wahrheit zu gelangen, sollte jeder die Meinung seines Gegners zu verteidigen suchen.“

Januar 2018

Diese Überlegungen laufen darauf hinaus, dass ein Fortschritt in der Entwickelung unserer Gesellschaften nur dadurch entstehen kann, wenn jeder einzelne sich der Verantwortung für seine Taten bewusst ist. In dem hier dargestellten Zusammenhang ist das nur eine Hypothese, die man glauben kann oder auch nicht. Ausführlichere Erläuterungen für diese Hypothese finden sich in anderen Aufsätzen auf diesen Seiten, z.B. unter 'Philosophie/Gartenmeditationen/Wahrheit und Glaube' oder 'Philosophie/Gartenmeditationen/Todeserfahrung', bzw. 'Philosophie/Gartenmeditationen/Experiment Freiheit' und 'Philosophie/Garten - Leben erleben/Wie ich die Welt sehe'

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