Ralph Eid, Landschaftsarchitekt

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Salbei, Agastache und Silberährengras

Gartenberatung

Wer sich noch nicht so recht traut, den Garten in einem Stück planen zu lassen, für den gibt es zum Einstieg eine einfachere Alternative: Eine professionelle Beratung. Sie eignet sich genausogut für diejenigen, die ihre eigene Kreativität nicht brach liegen lassen wollen, aber dennoch Hilfe brauchen.

Da ein Beratungsgespräch in der Regel nach Zeit abgerechnet wird, sollte man sich darauf vorbereiten. D.h., man sollte sich über die eigenen Vorstellungen, Wünsche und Ansprüche im Klaren sein, über die eigenen handwerklichen Fähigkeiten, und auch über die Kostenvorstellungen. Auch ein Fachmann wird, wenn er ehrlich ist, bei einer leeren Fläche nicht auf Anhieb sagen können, wie die beste Lösung aussehen wird. Ganz abgesehen davon, dass es die beste Lösung gar nicht gibt, sondern immer nur eine, die eine bestimmte Vorstellung konsequent umsetzt. Wenn jemand kaum eigene Vorstellungen mitbringt, muss der 'Berater' im Gespräch erst herausfinden, wo die Schwerpunkte bei seinem Gegenüber liegen. Das kostet Zeit und entsprechend Geld. Was aber immerhin auch dann schon positive Wirkung zeigt, sind die vermiedenen Fehler und die damit verbundenen Kosten, die sich gegen ein erstes Honorar aufrechnen lassen, womit sich die Ausgabe für die Beratung schnell amortisiert.

Das Bild von der Rhododendron-Gruppe im idyllischen Park läßt sich beispielsweise nicht an die Terrasse auf der Südseite übertragen, die großflächige Farn-Pflanzung unter einem alten Baum nicht in eine Neuanlage in der prallen Sonne. Und das tolle Staudenbeet von dem Foto aus der Gartenzeitschrift wird nie Realität werden, wenn der anstehende Mutterboden von Queckenwurzeln und anderen ausdauernden Unkäutern nur so wimmelt. Und in der Trockenmauer aus Granit, die noch dazu mit Granit-Schotter aufgebaut wurde, wird die Vielfalt der Kalk-Magerrasen-Vegetation nie zu erreichen sein.

Die Ausführungen oben unter Gartengestaltung und Gartenplanung sind schon mal ein guter Einstieg in das Thema. Das Bild vom Garten, das man so deutlich im Kopf hat, muss eben an die konkrete örtliche Situation angepaßt oder im schlimmsten Fall sogar ganz aufgegeben werden, wenn die Situation der Boden- oder Lichtverhältnisse das nicht zulässt.

In diesen Zusammenhang passt eine Begebenheit, die mir in guter Erinnerung geblieben ist: Die Besitzerin eines großen Gartens von etwa 2000 qm bat mich um Hilfe bei der Umgestaltung des Gartens. Er war mitlerweile etwa 20 Jahre alt, es gab also bereits einige schöne große Pflanzen, die ein wertvolles Grundgerüst abgaben. Darüberhinaus gab es aber auch viele Wildsträucher und -bäume dazwischen, die das Ensemble zu einem wirren Dickicht machten. Von Gestaltung keine Spur. Da das Grundstück relativ lang, dafür aber recht schmal war, betrug die gefühlte Größe des Gartens höchstens 500 qm. Die Terrasse klebte dicht am Haus, das Beet daneben war mitlerweile so stark beschattet, dass die ursprünglich gepflanzten Stauden sich fast alle stillschweigend verabschiedet hatten. Alles in allem ein zwar grüner, aber dennoch trostloser Anblick, was die Besitzerin auch deutlich spürte. Das Grundstück lag an einem Hang, nach unten unverbaut, mit einem herrlichen Fernblick über das Saartal. Den hatte man allerdings bei der Neuanlage zugepflanzt, aus Angst vor dem Lärm der Autobahn, die in einigen hundert Meter Entfernung durch das Tal führte. Rein akustisch hat ein Strauch oder Baum zwar keine Wirkung bzgl. Schallschutz, die Psychologie unseres Gehirn gaukelt uns aber bisweilen vor, dass man nicht hört, was man nicht sieht. Dabei war es in diesem Fall sogar relativ einfach, eine Sichtachse nach außen zu öffnen, ohne den Blick auf die Autobahn freizugeben.

Hier hatte das Beratungsgespräch bereits eine Fülle von Anregungen und Verbesserungen zur Folge. Trotzdem darf man nicht außer acht lassen, dass in einer solchen Beratung nur das 'Was', nur zu einem geringen Teil aber das 'wie' angesprochen werden kann. Letztendlich entscheidet das 'Wie' über die Qualität der Gestaltung - ob das Ergebnis Mittelmaß bleibt oder darüber hinaus geht.

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