Ralph Eid, Landschaftsarchitekt

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Gartenplanung  .  Freiraumplanung  .  Objektplanung
Gartengestaltung  -  Planung  .  Beratung  .  Ausführung

Gartengestaltung mit Teich und Wasserfall und Blütenstauden

Gartengestaltung

Im Vergleich zu "etablierten" Berufen am Bau ist die Gartengestaltung, bzw. Gartenplanung eine eher junge Erscheinung. Der Garten war Jahrhunderte lang nur etwas für die gesellschaftliche Elite, eine Grünfläche der Schlösser und Residenzen oder Villen des (Geld-) Adels, also in vieler Hinsicht ein Repräsentationsobjekt. Der Normalbürger sah im Garten eher eine Möglichkeit der Selbstversorgung mit Obst oder Gemüse.

Gartenplanung Variante 1

Die Zeiten haben sich geändert. Heute ist fast jeder Hausbesitzer auch Gartenbesitzer. Nicht jeder weiß aber wirklich etwas damit anzufangen. So ist der Garten vielerorts einfach nur ein leerer, wenn auch grüner Raum im Freien mit ein paar Sträuchern am Rand und ein paar Blumen an der Terrasse.

Bei den meisten Menschen steht wohl die Sehnsucht nach Grün, nach Farbe und blühenden Pflanzen im Vordergrund, wenn sie an den Garten denken - sie sind aber oftmals unzufrieden über das Ergebnis, das sie als Laien nach Ratschlägen aus der Bekanntschaft, aus Gärtnereien und Gartencentern oder Büchern selbst zustandebringen. Ein Vergleich mit der Landschaft zeigt, wo das Problem liegt: Eine blühende Wiese aus einiger Entfernung betrachtet, eingerahmt von hohen Bäumen, den blauen Himmel über dem Horizont, wird viele begeistern. Es ist das gesamte Ensemble, das unsere Sinne anregt. Ein paar Blumen aus dieser Wiese, losgelöst aus dem Zusammenhang, in fremder und steriler Umgebung im Garten gepflanzt, wirken eher fade. Einige einzelne Exemplare dieser Blumen in der Wohnung, in einer schönen Vase oder in einem Gesteck mit Beiwerk arrangiert, lassen das Herz schon wieder höher schlagen. Die Lifestyle-Magazine sind voll mit solchen Arrangements.

Es ist die Umgebung und das Arrangement, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, die dazu beitragen, ob eine Bepflanzung als schön und gelungen empfunden wird oder nur als buntes Durcheinander. Und genau in dieser Reihenfolge sollte man sich dem Garten nähern, wenn man mehr von ihm erwartet als leere grüne Fläche, die man einmal in der Woche mähen muss. Die Umgebung, die Form, Lage und Strukturierung der Wege, Terrassen und Sitzplätze, evt. auch Mauern oder Wasserflächen, sind es, die den Raum prägen. Formal steif oder locker und geschwungen sind nicht einfach bloße Attitüden, sie sind vielmehr die ersten entscheidenden Schriftzüge, die den Charakter des Gartens prägen. Und wenn der Weg von der Straße zur Haustüre die kürzeste Verbindung ist, dann ist das zwar die einfachste Lösung, aber in vielen Fällen auch die langweiligste. Das Thema hat sich zu einem komplexen Aufgabenfeld entwickelt, über das der Laie leicht den Überblick verliert und sich daher in Details verirrt, die ihm den Blick für das Wesentliche vernebeln.

Wie in jeder Branche gibt es auch zum Thema Garten Fachleute, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung den Überblick behalten und Schritt für Schritt optimale Lösungen erarbeiten. Dazu zählen v.a. Landschaftsarchitekten mit Erfahrung in der Gartenplanung, aber auch gute Garten- und Landschaftsbaufirmen und reine Gartengestalter.

Gartenplanung Variante 2
Gartenplanung Variante 3

Die folgenden drei Beispiele geben einen Überblick über den ersten Schritt bei der Gestaltung eines Gartens, die Raumaufteilung und Strukturierung, allgemein als die Entwurfsphase bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein Grundstück im Siedlungsbereich mit einer Gesamtfläche von 370 qm. Die grundlegenden Entscheidungen über die Ausdrucksform werden zu diesem Zeitpunkt getroffen. Deshalb werden drei alternative Vorschläge angeboten, die den Gartenraum unterschiedlich erschließen.

Grundsätzlich muss man (mindestens) zwei Bereiche im Garten voneinander unterscheiden: zum einen der rein private Raum, in der Regel mit der Terrasse in Anbindung an die Wohnräume des Hauses und zum andern der in gewisser Hinsicht halböffentliche Raum mit dem Eingangsweg, der die Verbindung zwischen Strasse und Haus herstellt. Wenn - wie das in diesem Beispiel der Fall ist - keine klare Trennung zwischen den beiden Bereichen möglich ist, weil der Eingangsweg aufgrund der Lage des Hauses das Grundstück immer zerschneidet, kommt diesem Eingangsweg eine zentrale Bedeutung zu. Durch Form und Lage dieses Weges wird das Grundstück gegliedert und der formale Charakter geprägt.

In der ersten Variante wird mit einer dichten Bepflanzung aus Blütensträuchern an den Grundstücksrändern im Innern ein geschlossener Raum geschaffen, der von außen wie eine massive grüne Mauer wirkt. Als gestalterische Aussage steht hier die hermetische Abschottung nach außen im Vordergrund. Noch massiver würde hier eine geschnittene Hecke wirken, weil die auch in Bezug auf die äußere Form die Dimension einer Mauer erreicht. Im Innern entstehen zwei Aufenthaltsbereiche, von denen einer mit der Terrasse der sonnige, und der andere durch die Überstellung mit großkronigen Solitärsträuchern oder kleinen Bäumen ein mehr schattiger Platz ist. Dabei ist alles in eine üppige Bepflanzung aus Blütenstauden eingebettet, so dass man mitten in der Siedlung wie in einer wildromantischen Enklave lebt.

Auch in der zweiten Variante wird eine strikte Trennung zwischen innen und außen angestrebt, hier allerdings mit einem Sichtschutzzaun. Trotz der technischen und damit prinzipiell steiferen Konstruktion wirkt diese Lösung von außen freundlicher. Da der Zaun etwas nach innen versetzt ist, wird durch den schmalen Grünstreifen ein weicher Übergang erreicht, ohne dass der Innenraum im Vergleich zur ersten Variante kleiner wird. Auf einen zweiten Sitzplatz wird zugunsten einer kleinen Rasenfläche verzichtet. Man sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass eine Rasenfläche eine gewisse Größe nicht unterschreiten darf, weil sie sonst nicht mehr die beruhigende, offene Ausstrahlung ausüben kann. Sie wirkt dann eher als bloßer Lückenfüller und wird leicht als Flickschusterei empfunden.

Die dritte Variante schließlich hebt sich allein durch die geschwungene Form und die Linienführung von den beiden ersten ab. Hier wird bereits durch die Formgebung ein lebendiger und trotzdem harmonischer Eindruck erweckt. Unterstützt wird dieser Eindruck von den Beeteinfassungen, die durch ihre Höhe von 20 bis 40 cm viel stärker und deutlicher in Auge fallen als ebenerdige Wege oder Abtrennungen. Von außen wirkt diese Lösung am wenigsten trennend, obwohl durch die Anordnung der Beete und Strauchpflanzungen der innere Raum kaum einsehbar ist.

Diese Entwürfe sind zunächst als Denkansatz gedacht, um die grundsätzlichen Möglichkeiten vor Augen zu führen. Sie lassen sich je nach Bedarf abwandeln, vereinfachen oder erweitern, einzelne Elemente sind auch durchaus austauschbar. Man kann nicht sagen, die eine oder die andere Variante ist besser oder schlechter. Jeder wird sich für die ihm am meisten zusagende Form entscheiden. Der Charakter des Besitzers spiegelt sich, wenn die Entscheidung bewusst getroffen wird, im Charakter des Gartens wider.

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