Ralph Eid, Landschaftsarchitekt

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Weg aus Granitpflaster
Weg aus Granit-Trittsteinen im Gartenteich
Einfassung aus Granit-Mauersteinen

Wege und Mauern

Wie bereits unter der Rubrik 'Gartengestaltung' angesprochen, sorgen Wege und Mauern für die wichtige Strukturierung des Gartenraumes. Dabei ist die Wirkung von Wegen i.d.R. lediglich zweidimensional, die von Mauern dagegen dreidimensional und damit wesentlich intensiver. Da sich die gestalterischen Wirkungen grundsätzlich ähneln, werden sie hier zusammen behandelt.

Bei Wegen geht es zunächst einmal um die Erschließung, d.h. um die Möglichkeit, von einem zum anderen Ort zu gelangen. Und zwar bei jedem Wetter. Ein Trampelpfad, der nach einem Regenguss aufgeweicht ist, erfüllt seine Funktion nur bedingt, auch wenn kurze Zeit später schon wieder die Sonne scheint. Diese Funktionalität ist zwar wichtig und darf deshalb nicht unbeachtet bleiben, es wäre aber langweilig, wenn man sich darauf beschränken würde. Die Wegeführung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Wahrnehmung eines Gar-tens oder Gartenteiles. Die hauptsächlich prägende Wirkung auf den Gartenraum geht nicht in erster Linie von den Pflanzen aus, sondern von der Linienführung der Wege und Mauern. Steife, geradlinige, bzw. geometrische Formen wirken anders als freie, geschwungene (s. die Entwurfsvarianten unter Gartengestaltung). Das bedeutet keineswegs, dass das eine besser als das andere ist. Aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass der Charakter des Gartens durch die Struktur festgelegt wird. Pflanzen können mitunter harte Kanten aufweichen, auf die grundsätzliche Struktur haben sie keinen Einfluss.

Ein Weg kann einzelne Teile auf den ersten Blick miteinander verbinden oder auch trennen. Das ist z.B. wichtig bei Bereichen, die nicht so recht in das Gestaltungskonzept eines Gartens passen. Ein Kompostplatz oder ein Arbeitsbereich wäre dazu zu rechnen. Oder der Gemüse- oder Kräutergarten, weil dort einerseits immer gearbeitet wird ( kahle Beete, die gerade neu eingesät werden, abgeerntete Beete mit noch vorhandenen Pflanzenresten), andererseits weil hier nicht die Ästhetik, sondern die Funktion im Vordergrund steht und daher die geometrische Form prädestiniert ist. Ein weiterer Aspekt ergibt sich, wenn man die eher mentale Blickrichtung betrachtet: Ruhebereiche erfordern eine optische Trennung von solchen, die mehr der Aktivität vorbehalten ist. Die Terrasse, noch mehr aber ein Sitzplatz inmitten eines üppigen Beetes oder an einem Teich, sind Orte der Besinnlichkeit, der Ruhe und Erholung. Ein Spielbereich für Kinder, aber auch wieder der Nutzgarten, bringen immer eine gewisse Unruhe in den Garten (das ist lediglich eine Beschreibung der Tätigkeit und keine Wertung) und können demnach auch nicht miteinander kombiniert werden. Je kleiner die Grundstücke werden, desto schwieriger wird es, die einzelnen Bereiche voneinander zu trennen und man muss sich daher irgendwann fragen, was einem am wichtigsten ist. Das Unwichtigere lässt man dann besser ganz weg, sonst entsteht ein Durcheinander, das mit vernünftiger Gestaltung recht wenig zu tun hat.

Das wichtigste aber ist die optische und räumliche Wirkung. Ein Garten wirkt umso geheimnisvoller, je weniger man davon sieht (immer vorausgesetzt, dass es dort wirklich etwas zu sehen gibt, wohin der Blick verwehrt ist). Ein Weg, der sich zwischen hohen Pflanzen dahinschlängelt und dann um die Ecke verschwindet, weckt das Interesse. Das führt außerdem dazu, dass der Raum optich größer erscheint. Gerade bei kleinen Grundstücken ist das besonders wichtig. Das nächste ist dann der sog. "Aha"-Effekt: wenn man um die Ecke biegt und in einer gewissen Entfernung erblickt man dann etwas besonderes, z.B. einen malerischen Solitärstrauch, eine Plastik, einen Brunnen oder Teich ... Erst diese versteckten Wirkungen machen einen Garten zu etwas einzigartigem.

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