Ralph Eid, Landschaftsarchitekt

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Gedanken über den Garten, die Natur und das Leben

Ich möchte mir nicht nachsagen lassen, oder - was noch schlimmer ist - mir selbst vorwerfen müssen, dass ich mich nur um meine eigene Welt sorge und mir der Rest der Welt gleichgültig ist, soweit es mir selbst einigermaßen gut geht. Ich habe zwar keinen Einfluss auf diejenigen, die den Lauf der Dinge beeinflussen: Politiker, Wirtschaftsmanager und andere Personen, die öffentliches Interesse genießen. Mir wird mit zunehmenden Alter auch immer deutlicher bewusst, dass ich selbst gar nicht das Zeug dafür habe, mit einem dieser Leute zu tauschen: Ich würde das, was ich an der Politik oder der Wirtschaft zu kritisieren habe, eher schlechter als besser machen.

mein Kommentar

Ich sollte also besser still sein und mich um das kümmern, was ich kann, bzw. gelernt habe. Wenn ich mich in Dinge einmische, die ich nicht vollständig durchschaue, weil ich gar nicht die Zeit habe, mich intensiv damit zu beschäftigen, dann muss auch mein Urteil zwangsläufig unvollständig sein. Es gibt viele Menschen, die die Details viel besser verstehen als ich und die daher die Zusammenhänge viel deutlicher durchschauen.

Doch gerade das ist zu einem großen Problem geworden und gibt mir den Mut zurück, mich zu Dingen zu äußern, die mich eigentlich nichts angehen. Das Wissen von der Welt, womit ich die naturwissenschaftlichen, geisteswissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Teilgebiete meine, hat so enorm zugenommen, dass niemand mehr einen Überblick über alle Teile haben kann. Es gibt immer mehr Spezialisten, die sich auf einem Gebiet sehr gut auskennen, aber keine Brücke finden zu benachbarten oder fremden Disziplinen. Und die dann glauben, mit den Werkzeugen ihrer eigenen Disziplin auch in einer anderen Disziplin wirtschaften zu können. Vor einiger Zeit hatte ich eine Diskussion über die Staatsverschuldung (das war noch vor der Bankenkrise 2008), in der mein Gegenüber bemerkte, man solle doch Fachleute aus der Wirtschaft statt Politiker mit diesen Dingen betrauen, weil die das viel besser könnten. Das klingt verlockend - endlich Schluss mit den Billionen, die unsere Kinder zurückzahlen müssen. Die Sanierung unseres Finanzwesens sollte doch jedem am Herz liegen. - Doch ich hege Zweifel, ob das tatsächlich in unserem Interesse ist. Wenn ein Top-Manager ein krisengeschütteltes Unternehmen saniert, dann wirt erst einmal rationalisiert. Wer keinen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens leistet, wird entlassen. Der Staat kann das mit seinen 'unproduktiven' Bürger nicht so einfach tun. Man gerät schnell in eine Sackgasse, wenn man nur ein wenig weiter denkt.

Das ist leicht einzusehen. Es darf also nicht darum gehen, anderen gute Ratschläge zu erteilen, sondern sich selbst ein Bild zu machen, das verschiedene Disziplinen berücksichtigt. In der Hoffnung, dass der eine oder andere davon profitiert, weil er selbst auf der Suche ist oder in einer Sackgasse steckt.

Die Rubrik "Philosophie" ist also nicht gemacht, um zu kritisieren - auch wenn sich Kritik nicht vermeiden lässt, weil man in manchen Dingen konkret werden muss, um verstanden zu werden. Es geht hier eher darum, aufmerksam zu machen auf Dinge, die im Alltag vergessen werden, die aber dennoch wichtig sind.

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