Ralph Eid, Landschaftsarchitekt

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Gartenplanung  .  Freiraumplanung  .  Objektplanung
Gartengestaltung  -  Planung  .  Beratung  .  Ausführung

Über die Kosten

Was darf ein Garten kosten? Diese Frage ist natürlich nicht pauschal zu beantworten. Zunächst muss man zwischen den Baukosten und den Planungskosten unterscheiden.

Baukosten

Die Baukosten sind abhängig von der Größe des Grundstücks und den Ansprüchen des Besitzers. Dabei spielt die Grundstücksgröße eher die untergeordnete Rolle. Wenn ich mich bei einem großen Grundstück auf die Gestaltung des engeren Umfeldes um das Haus herum konzentriere und den Rest großzügig in eine Wiese mit einigen Pflanzgruppen, vielleicht in Verbindung mit einer Bodenmodellierung, auslaufen lasse, dann wird das insgesamt nicht teurer werden als ein kleines Grundstück mit einer hochwertigen Ausstattung aus Wegen, Mauern, Wasserbecken oder Teichen mit Bachlauf und Wasserfall und was man sonst noch alles braucht. Rein auf die Fläche bezogen sind große Grundstücke in der Regel sogar günstiger als kleine, weil man auf diesen großen Flächen wesentlich leichter mit Maschinen arbeiten und darüber hinaus entsprechend große Maschinen einsetzen kann.

Die Ansprüche des Besitzers fallen demgegenüber viel stärker ins Gewicht. Wege, Terrassen und Sitzplätze, Mauern oder Steingärten, Dichtungen für Teiche oder Bachläufe - also alles, was als 'tote' Struktur dem Gartenraum seinen Stempel aufprägt, verschlingen den größten Teil der Kosten. Die reine Bepflanzung macht oft gerade einmal zwischen 10 und 30 Prozent der Gesamtkosten aus. Trotzdem ist das alles wichtig, weil die Strukturen bereits eine deutliche Sprache sprechen, in die die Pflanzen einstimmen, die sie aber kaum übertönen können (ausführlicheres dazu in den Ausführungen unter 'Gartenplanung').

Man sollte sich deshalb bereits zu Beginn fragen, ob es sich lohnt, wenig Geld für etwas auszugeben, das zwar notwendig ist, aber von vornherein nur die dritte Wahl ist, weil es nicht nur billig ist, sondern auch billig aussieht. Die andere Möglichkeit wäre dagegen, gleich etwas mehr einzuplanen, und dafür nicht jeden Tag eine Beton- und Rasenwüste vor Augen zu haben. Ich wundere mich immer wieder, mit wieviel liebevoller Wärme das Haus eingerichtet wird, und mit vieviel Lieblosigkeit die Außenanlagen vernachlässigt werden.

Wieviel einem das grüne Wohnzimmer wert ist, muß letztendlich jeder selbst entscheiden. Ein Zuviel (aber auch ein zuwenig) gibt es nicht. Jeder muß mit dem Geld haushalten, das er zur Verfügung hat. Wenn jemand keinen Sinn hat für die Schönheiten eines Gartens, kann ich das akzeptieren. Nicht akzeptieren kann ich jedoch, wenn jemand für die Sonderausstattung seines neuen Wagens ohne mit der Wimper zu zucken mehr ausgibt, als er zur Verfügung hat, im Gegenzug dafür aber für die Sonderausstattung des Gartens weniger bezahlen will als für die Grundausstattung. Die hier gezeigten Gärten liegen in einer Preisklasse zwischen 10.000,- € und 150.000,- €

Planung

Die Kosten für die Planung richten sich nach den Baukosten. Das macht insofern Sinn, als der Aufwand für die Planung in etwa dem gleichen Maße steigt wie der Aufwand für die Bauausführung. Eine hochwertige, teure Ausstattung des Gartens erfordert bereits bei der Planung einen entsprechend hohen Aufwand, die einfache Lösung dagegen wird auch bei der Planung nur einen geringen Arbeitsaufwand erfordern. Das Honorar für Planungsleistungen hat der Gesetzgeber in der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) geregelt. Heutzutage kann sich jeder darüber leicht informieren, am einfachsten im Internet unter der Adresse www.hoai.de/online/hoai_rechner/index.php. Für einen Garten der gehobenen Mittelklasse gilt §17 (Grundleistungen bei Freianlagen), Honorarzone IV, Mindestsatz.

Um die Entscheidung leichter zu machen, biete ich für den Vorentwurf eine Pauschale an. Für ein Grundstück mittlerer Größe (ca. 500 qm) und mittlerem gestalterischem Schwierigkeitsgrad fallen etwa 1500,00 € an. Dafür gibt es zwei Entwurfsvarianten, beispielsweise eine kostengünstige und eine aufwändigere Lösung, oder eine strenge und eine 'freie' Variante', oder eine Lösung mit den Vorstellungen des Besitzers und die andere mit meinen Vorstellungen. Das eine oder andere muss dann noch abgeändert und an spezielle Bedürfnisse angepasst werden, bisweilen entsteht auch eine Synthese aus beiden Ansätzen. Das ist dann die Aufgabe der daran anschließenden Ausführungsplanung.

Den Vorentwurf, bzw. Entwurf könnte man vereinfacht auch folgendermaßen beschreiben: Hier wird das Gestaltungskonzopt für den Auftraggeber planerisch dargestellt. Wie das aussieht und was darin enthalten ist, wurde unter dem Punkt Gartengestaltung beschrieben. Die Ausführungsplanung dagegen ist für denjenigen, der die Planung umsetzt, in der Regel also eine Firma des Garten- und Landschaftsbaus. Erst dort sind genaue Maße enthalten, Höhen und Materialien, sowie die detaillierte Darstellung der einzelnen Pflanzen mit Name, Größe, usw.

In der Pauschale für das Gestaltungskonzept enthalten ist eine grobe Kostenschätzung für die geplanten Maßnahmen, ohne die man kaum eine Entscheidung treffen kann. Wenn ich ein Aufmaß vor Ort selbst durchführen muss (wenn keine geeigneten Planunterlagen vorliegen) kommt zu dieser Honorarpauschale noch ein entsprechender Anteil dazu.

Auch wenn der Ausdruck 'Vor-Entwurf' sich ein bißchen so anhört, als sei das noch gar keine richtige fachgerechte Planung, sondern lediglich eine grobe Skizze – das ist ganz bestimmt nicht der Fall. Im Vorentwurf ist bereits alles drin, was auch im Entwurf dargestellt wird, allerdings sind die Anforderungen an die Maßgenauigkeit und an die Genauigkeit der Kostenschätzung beim Vorentwurf nicht so hoch. Da ich immer mindestens zwei Varianten ausarbeite, wäre es unsinnig, jede einzelne Variante exakt durchzurechnen. Dieser Aufwand ist zu hoch, da es in diesem Stadium erst einmal um grundsätzliche Entscheidungen geht, die man durchaus auf verschiedene Weise ausführen kann; deshalb gibt es viele Möglichkeiten, die in den Kosten z.T. stark variieren, wie man die planerische Absicht einer Variante umsetzen kann. Und ich kann Kosten für einzelne Positionen etwas höher ansetzen, weil ich weiß, dass viele Kleinigkeiten, die bei der tatsächlichen Ausführung alle einzeln berechnet werden und zusammen einen fühlbaren Kostenfaktor ausmachen, in der Kostenschätzung noch gar nicht erfasst werden.

Alles, was über diese mittleren Verhältnisse hinausgeht, ist auch bei mir selbstverständlich nicht in dieser Pauschale enthalten. Deshalb ist es in jedem Fall ratsam, sich diese Pauschale von mir vorab bestätigen zu lassen. Beispielsweise ist der planerische Aufwand für ein Grundstück mit zwar 500 qm Größe, aber in extrem schwierigen Hanglage, wesentlich höher als in einer normalen niederbayerischen Siedlung, was sich natürlich auch in den Planungskosten widerspiegelt. Ich lege zwar nicht unbedingt Wert darauf, dass jede halbe Stunde Arbeitszeit auch bezahlt wird, aber ich muss doch von meiner Arbeit leben können. Der Unternehmer neigt zwar dazu, sich selbst auszubeuten, aber alles hat seine Grenzen.

Wenn ich die Ausführung selbst übernehme, fallen keine weiteren Planungskosten an. Wenn die Ausführung von einer Garten- und Landschaftsbaufirma übernommen wird, muss eine Werkplanung und ein Leistungsverzeichnis erstellt werden. Auch eine Bauleitung ist anzuraten. Die Kosten dafür können auch wieder bei www.hoai.de/online/hoai_rechner/index.php ermittelt werden. Das mag dem einen oder anderen recht hoch erscheinen. Man darf dabei aber nicht übersehen, daß man einen nicht unerheblichen Teil dieser Kosten bei der Ausführung wieder einspart: Man erhält andere Preise von Ausführungsfirmen, wenn ein klar definiertes Leistungsspektrum vorliegt und diese Leistungen von mehreren Firmen angeboten werden.

Was unter Garantie nicht funktioniert, ist eine Auftragsvergabe an eine Firma nur auf Basis des VoeEntwurfs, zumindest nicht bei der hier gezeigten Qualität.

Warnung

Es kommt zwar selten, aber dennoch immer wieder einmal vor, dass jemand glaubt, er brauche unbedingt eine Gartenplanung; wenn er sie dann in Händen hält, kann er irgendwie doch nichts damit anfangen, was sich in der Zahlungsbereitschaft niederschlägt. Deshalb sei es hier jedem deutlich ans Herz gelegt: Es reicht nicht aus, wenn man sich bewusst ist, dass man mit der derzeitigen Situation unzufrieden ist. Das ist zwar ein wichtiger erster Schritt, aber noch nicht das Entscheidende. Ebenfalls wichtig ist ein Bewusstsein über den Wert, den der Garten für einen selbst darstellt. Nur wenn man seinem Garten einen persönlichen Wert beimisst, ist man bereit, für die Gestaltung einen entsprechenden finanziellen Wert bereitzustellen. Das eine hat zwar nicht unbedingt etwas mit dem anderen zu tun (der gefühlte Wert kann wesentlich höher sein als der finanzielle Kostenaufwand, es kann aber auch umgekehrt sein, und v.a. darum ist diese Warnung ausgesprochen), es wird aber immer problematisch, wenn man mit überzogenen Erwartungen an die Sache herangeht.

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