Ralph Eid, Landschaftsarchitekt

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Regenrückhaltebecken in Massing

Feng-Shui-Baugebiet in Massing

Wassergraben mit Röhricht

In Massing (für diejenigen, denen Niederbayern kein Begriff ist: zwischen Dingolfing und Altötting, bzw. zwischen München und Passau) ist das erste Feng Shui-Baugebiet in Deutschland entstanden. Im Rahmen dieser Seiten geht es nicht um die Architektur, sondern um die Grünplanung, die man mir anvertraut hat.

Das Baugebiet erstreckt sich in Ost-West-Richtung auf eine Länge von 400 m. Im Süden grenzt es an landwirtschaftliche Flächen, die teilweise bereits dem Überschwemmungsbereich der Rott angehören. Zwischen Baugebiet und landwirtschaftlichen Nutzflächen erstreckt sich auf der ganzen Länge ein Grabensystem als Regenrückhaltemulden für den Hochwasserschutz der Rott. Die Grünplanung beschränkt sich zunächst auf diese Regenrückhaltebecken, die weitere Durchgrünung des Baugebietes, speziell im Norden, an die Hauptverkehrsstraße und Bahnlinie angrenzend, soll erst nach weitgehendem Abschluß der Bauarbeiten erfolgen.

Die Regenrückhaltebecken waren ursprünglich mit Gras bewachsene trockene Mulden, wie das bei Regenrückhaltebecken eben so üblich ist. Nur bei starken Regenereignissen war mehr oder weniger Wasser darin enthalten. Nach dem Regen fielen die Becken in relativ kurzer Zeit wieder trocken. Ausgangspunkt der gesamten Grünplanung war es, auch in Trockenzeiten einen dauerhaften Wasserstand in den Becken zu erhalten. Das geschah hier durch die weitere Vertiefung der Becken um bis zu einem Meter. An dem Rückhaltevolumen ändert sich dadurch nichts, dafür steigt die ökologische Qualität und der Erholungs- und Freizeitwert aber enorm.

Man hat es hier im Süden mit einer Zone zu tun, wo sich das Wohngebiet und die freie Landschaft durchdringen. Neben der Schaffung eines räumlichen und optischen Abschlusses des Baugebietes, der zweifellos wichtig ist, muß auch nach einer harmonischen Anbindung an die Landschaft gesucht werden. In diesem Bereich bietet es sich in idealer Weise an, der Natur Ausbreitungsmöglichkeiten bereitzustellen, was besonders auf Wasserflächen, Verlandungszonen mit Röhrichtbeständen oder dichten Gehölzbeständen möglich ist. Andererseits bekommt der Mensch in diesem Gebiet die Gelegenheit zu Spielmöglichkeiten, zur Naherholung, Naturbeobachtung, usw.

Hier kann also ein Gedanke verwirklicht werden, der auch den Prinzipien des Feng Shui entspricht: Der Mensch als Nutzer und Veränderer der Natur bzw. der freien Landschaft soll sich nicht von ihr abgrenzen, sondern versuchen, in Harmonie mit ihr sein Leben einzurichten. Aber auch im Detail wurde versucht, den Feng Shui-Gedanken gestalterisch zu berücksichtigen. So wurden z.B. gerade, steife Wege, die diesen Bereich wie scharfe Messer durchschneiden, ausgebaut und mit weichen, geschwungenen Formen wieder hergestellt. An einer Stelle wurde ein Weg so weit abgesenkt, daß er ca. 30 cm über dem Wasserspiegel verläuft, statt wie bisher als Damm von 80 cm Höhe über der Grabensohle. Auf diese Weise soll erreicht werden, daß der Mensch sich nicht nur als Zuschauer des neu entstandenen Biotopsystems empfindet, als der er weitgehend von dem Geschehen in der Natur ausgeschlossen ist. Durch die unmittelbare Nähe soll er vielmehr den Eindruck erhalten, ein Teil des Geschehens zu sein, vorausgesetzt, er ist bereit, mit seiner Aufmerksamkeit und seinem Empfinden auf dieses Geschehen einzugehen. Den gleichen Sinn soll auch ein neuer Weg vermitteln, der über Trittsteine mitten durch einen der Teiche führt.

See im Feng-Shui Baugebiet Massing Regenrückhaltesystem in Trockenzeiten
Regenrückhaltesystem in Normalzeiten
die Becken und Gräben zu Normalzeiten

Beim Landeswettbewerb 2002 "Grün und Erholung in Stadt und Gemeinde", initiiert vom Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen, kam dieses Projekt immerhin in die Auswahl der besten 10 eingereichten Beiträge und wurde mit einer Urkunde geehrt.

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