Ralph Eid, Landschaftsarchitekt

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Staudenbeet - Pfingstrosen, Storchschnabel und Euphorbien
großflächige Staudenpflanzung in Walchsing
Bambus und Salomonsiegel
Trichterfarn und Sumpfwolfsmilch
Trichterfarn und Fächerahorn

Bepflanzung

Erst die Bepflanzung erfüllt den Garten mit Leben. Wobei es gerade in dieser Hinsicht viele unterschiedliche Nuancen gibt, insofern man die Lebensvorgänge miterlebt, oder nur mit dem Verstand weiß, dass sie vorhanden sind. Ein immergrüner Buxbaum, der zur Zeit wieder groß in Mode ist, sieht immer gleich aus. Das frische Grün, wenn er treibt, ändert nicht sehr viel an diesem Eindruck. Und wenn man ihn dann auch noch regelmäßig in Form schneidet, dann werden gewissermaßen noch die letzten Lebensäußerungen ausgemerzt. Ganz anders ist es mit einer Pflanze, die in ihrer Entwicklung nicht gestört wird, weil sie wachsen darf, im Frühjahr frisches Grün zeigt, sich im Herbst gelb oder rot färbt und im Winter wie in Todesstarre verharrt, bis im Frühjahr wieder ein neuer Zyklus beginnt. Die Blüte ist in dieser Hinsicht lediglich ein zusätzliches Highlight, das man gar nicht einmal vermisst, wie das z.B. beim Japanischen Ahorn der Fall ist.

Noch stärker ausgeprägt ist der Wechsel von Werden und Vergehen bei den Stauden, da die jedes Jahr eine komplette Entwicklung durchmachen. Bis in den Frühling hinein ist von den Stauden kaum etwas zu sehen, doch dann beginnt ein rasantes Wachstum, bei dem man beinahe zuschauen kann. Je nach den verwendeten Arten und Sorten und natürlich auch den örtlichen Möglichkeiten (abhängig von der Flächengröße und -aufteilung) wächst ein Staudenbeet in wenigen Wochen von Null bis zu einer Höhe von über 2 Metern auf. Damit ändert sich nicht lediglich die Farbe, wie das bei den Gehölzen der Fall ist, sondern es verändert sich das gesamte Raumgefüge. Wo im Frühling noch leere Fläche war, ist im Sommer eine wahre Fülle an Grün. Und wo im Winter und Frühling der Blick frei über das gesamte Grundstück und in besonderen Fällen auch darüber hinaus schweifen kann, sind im Sommer die Blickbeziehungen unterbunden und der Raum wird eng. Diese lebendigen Erscheinungen sollte man in jedem Fall bei der Gestaltung des Gartens und der Auswahl der Pflanzen mit einbeziehen. Erst danach kommt die Auswahl in Bezug auf die Blüte, die deshalb nicht weniger wichtig ist, aber eben nur einen Aspekt der Bepflanzung darstellt.

Was hier gemeint ist, wird bei einem Blick auf ein Beet mit Sommerblumen deutlich, wie man das ja heute noch oft in historischen Anlagen oder auf Verkehrsinseln sehen kann. Bei den dort verwendeten Pflanzen kommt es in erster Linie auf die Farbe an. Durch die Züchtung dauert die Blütezeit den ganzen Sommer. Solche Beete können auf den ersten Blick einen großen Eindruck machen. Doch wie alles, was man jeden Tag sieht, wie das im eigenen Garten ja der Fall ist, relativiert sich die tolle Wirkung mitunter sehr schnell. Wenn man im Garten Tag für Tag immer nur das gleiche bunte Bild vor Augen hat, ist es irgendwann nur noch langweilig. Das bunte Bild ist steif, nichts verändert sich; das gleiche Muster aus farbigen Kieselsteinen, oder - wie es das heute auch schon gibt - aus Glasscherben, ist nur marginal verschieden von dem der Sommerblumen. Nähere Ausführungen dazu gibt es auch unter den grünen Impressionen in der Rubrik 'Philosophie', besonders unter Grün und Natur und in meiner Gartenphilosophie.

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