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Alpenpanorama

Todeserfahrung

Ich war immer der Meinung, es sei wichtig, dass man an ein Leben nach dem Tod glaubt. Nur wenn man den Glauben an die Ewigkeit des Seins in sein tägliches Leben, in sein Denken und Handeln einfließen läßt, wird man Entscheidungen treffen, die nicht ausschließlich auf weltlichen, materiellen Erfolg ausgerichtet sind. Die bei der Abwägung, ob der eigene Vorteil ein größeres Gewicht haben darf als der Nachteil eines oder vieler anderer, die von dieser Entscheidung betroffen sind, immer wieder von jedem einzelnen im großen und kleinen auftreten. Es betrifft nicht nur die Mächtigen dieser Gesellschaft in Politik und Wirtschaft, deren Gier für die aktuelle Finanzkrise - durchaus zu recht - immer wieder verantwortlich gemacht wird. Die eine riesige Finanzarchitektur aus warmer Luft gebaut haben, die dann irgendwann verpufft ist. Auch diese Mächtigen waren einmal Menschen wie du und ich, sie sind geformt durch das allgemeine gesellschaftliche Bewusstsein, das den eigenen Vorteil als erstrebenswertes Lebensziel nicht nur akzeptiert, sondern geradezu als Grundlage hat. Auch wenn es wichtig ist, durch Gesetze eine Grenze zu ziehen, bei deren Überschreitung empfindliche Strafen drohen, wird sich an der grundlegenden Einstellung des Einzelnen gegenüber anderen durch Gesetze nichts ändern. Letztendlich ist es eine Bewusstseinsfrage, welche Ziele man seinem Leben gibt. Womit wir wieder beim Thema wären.

Allerdings kann auch ich nicht übersehen, dass es durchaus eingefleischte Materialisten gibt, die von überweltlichen Dingen nicht das geringste halten, und trotzdem nicht nur an sich denken, die Ideale haben und diese auch leben. Und ich muss mir immer wieder eingestehen, dass diese ihre Ideale sogar konsequenter verfolgen als ich die meinen. Doch damit bewegen wir uns auf der persönlichen Ebene, um die es hier nicht in erster Linie geht. Wenn es nämlich darum gehen soll, einen mehr allgemeinen Grund für viele zu finden, seinem Leben eine andere Richtung zu geben, dann ist das, was für einzelne ausreicht, zu wenig.

Ich bin immer noch der Überzeugung, dass man um einen Glauben an die Ewigkeit des Seins nicht herum kommt, wenn man sich bewusst Ziele für sein Leben sucht. Der Glaube allein wird allerdings wenig nützen, wenn er sich nur um eine verschwommene Ewigkeit dreht. Da gibt es viele Arten, wie man sich diese Ewigkeit vorstellt. Beispielsweise als ewige Glückseligkeit, die man in trägem Nichtstun genießen kann, oder als Nirwana-Bewusstsein, als eins mit allem, aber dafür auch frei von jeglichem Ich-Gefühl, das sich als selbständiges Wesen fühlt. Die Vorstellung von Himmel und Hölle ist vielleicht am wenigsten geeignet, als Zielvorstellung seines Lebens reife Früchte zu tragen. Es gibt keinen Menschen, der ausschließlich gut oder ausschließlich schlecht ist. Jeder bewegt sich in einer Grauzone dazwischen, und es erscheint dem gesunden Menschenverstand recht fragwürdig oder zumindest doch willkürlich, welche Kriterien letztendlich die ewige Seeligkeit oder das Gegenteil bewirken sollen. Das alles ist wenig konkret und zudem in der Regel sehr weit entfernt, und daher als direkter Ansporn für eine Handlungsmaxime wenig geeignet. Viel wichtiger könnte es sein, die direkten Zusammenhänge von Diesseits und Jenseits, sozusagen den fließenden Übergang zu kennen. Zu wissen, wie die Lebenseinstellung des Diesseits die Existenz im Jenseits beeinflusst oder gar direkt zur Folge hat. Was der Glaube an ein Leben nach dem Tod nicht bewirken kann, könnte ein Wissen um das, was man mitnehmen kann von dem, was man sich erarbeitet oder angeeignet hat. Weltliche Güter, Geld, Wohlstand – alles das muss man zurück lassen, wenn man die Schwelle des Todes überschreitet. Niemand wird mir da widersprechen; das ist so klar, dass man sich dazu überhaupt keine Gedanken zu machen braucht. Trotzdem lohnt es sich, weiterzudenken. Was passiert mit demjenigen, der sein Herz an materiellen Wohlstand gehängt hat, dessen Lebensziel zu diesem Wohlstand geworden ist: Was wird aus diesem Ziel, wenn das Leben hier zu Ende ist? Wird das einfach aufgelöst und ein neues Leben beginnt, das mit dem alten überhaupt nichts zu tun hat? Man stellt sich das jenseitige Leben ganz anders vor, besser und schöner, befreit von allen Mühseligkeiten. Was ist, wenn es gar nicht so anders ist? Wenn sich lediglich die äußeren Umstände – allerdings gravierend – ändern. Wenn Leben ein Kontinuum ist, bei dem sich durch den Tod (oder im anderen gravierenden Einschnitt: bei der Geburt) lediglich die Begleitumstände ändern, wie z.B. der äußere Leib oder die Art des Bewusstseins. Das hätte wesentliche Folgen für die Denk- und Handlungsgewohnheiten im diesseitigen Leben. Den Wohlstand kann man nicht mitnehmen – wenn dieser Wohlstand etwas wesentliches für die irdische Existenz war, im Jenseits aber gar nicht mehr vorhanden ist, dann bleibt eine Leere im jenseitigen Leben. Dann ist die neue Existenz nicht einfach losgelöst von allen Mühseligkeiten, sondern sinnlos (im wörtlichen Sinne, d.h. ein Sinn ist nicht vorhanden, weil das, was im Dieseits den Sinn ausmachte, im Jenseits nicht existent ist), und somit hat man sich neue Mühseligkeiten geschaffen. Die sinnlose Leere muss man erst langsam mit sinnvollen Inhalten wieder auffüllen. Wer sein Herz an weltliche Güter bindet, die nach dem Tod eben nicht mehr zu haben sind, der wird einen Mangel spüren, wie ein brennender Durst, der nicht gelöscht werden kann, weil das, was diesen Durst verursacht, nicht existent ist.

Mir wurde das vor nicht allzu langer Zeit bei einem guten Freund deutlich bewusst: Er ist ein erfolgreicher Unternehmer Mitte fünfzig, durchaus sozial eingestellt und sehr hilfsbereit, und beileibe nicht der Typ, der sich an materiellem Wohlstand oder an Machtgefühlen verliert. Er hatte mir erzählt, dass er sich irgendwie ausgebrannt fühle. Keine ruhige Minute, immer präsent sein, wenn Probleme in der Produktion oder mit Kunden auftauchen, keine Zeit auszuspannen aus Furcht, niemand fühle sich verantwortlich, bei Bedarf notwendige schnelle Entscheidungen zu treffen. Er hatte alles erreicht, war finanziell unabhängig und befand sich trotzdem in einer Sinnkrise. Nun ist es ja oft so, dass man sich selbst der wahren Ursachen seiner Stimmungen und Empfindungen nicht bewusst ist, bzw. sich nicht gerne eingesteht. Deshalb habe ich den Verdacht, dass mehr dahintersteckt, als er selbst zugeben will. Er ist in einem Alter, in dem man sich im Klaren darüber ist, dass das Leben nicht ewig dauert - das Ende rückt näher und näher. In der Jugend war das kein Thema, da scheint das Alter in weiter, weiter Ferne. Doch irgendwann fragt man sich, vielleicht mehr unbewusst als bewusst, was bleibt von ehemaligen Träumen und Idealen. Als junger Mensch strebt man nach Glück - im Alter bescheidet man sich mit Zufriedenheit. Man betäubt sich, wenn man die Möglichkeiten dazu hat, mit Wohlstand, mit Besitz. In Verkennung der wahren Zusammenhänge behaupten manche Menschen, sie fangen jetzt an zu leben. So war es auch bei meinem Freund: Vielleicht aus Angst, sich mit Dingen auseinander zu setzen, die man lieber in weite Ferne rückt, hat auch er nur den Ausweg gefunden, sich zu betäuben. Mit einem sündhaft teuren (roten) Sportwagen, der ihm zwar Anerkennung und Bewunderung einbringt, was ihn aber nur weiter von seinem eigentlichen Problem weglockt.

Er war es auch, der mir einmal gesagt hat: "Geld ist ehrlich". Die Beziehung von Geld, ein durch und durch unethisches Gut, mit ethischen Werten wie Ehrlichkeit zu belegen, kam mir zuerst absolut abwegig vor. Doch so, wie er es gemeint hatte, ist es doch zutreffend. Er fragte mich nämlich: "Was nutzt es dir, wenn Leute deine Gärten schön oder toll finden, aber nicht bereit sind, für die Leistung, die damit zusammenhängt, zu bezahlen?" Ist es nicht in einem gewissen Sinne Heuchelei, wenn man auf der einen Seite von der Schönheit und Anmut schwärmt, im konkreten Fall aber anderen, "handfesten" Dingen den Vorzug gibt? Oder an fehlerhaften Details herummäkelt, um damit die Kosten zu drücken, die aber doch nie ganz zu vermeiden sind, weil es auf dieser Welt nichts perfektes gibt. Die Ehrlichkeit des Geldes geht noch weiter: Was man sich mit Geld leistet, ist Ausdruck des eigenen Werteverständnisses. Alles, was über das hinausgeht, was man zum Leben braucht - wobei man diese Grenze je nach den speziellen Umständen sehr weit ziehen darf - gibt Auskunft über das, was einem wichtig ist. Wenn das äußere Güter sind, noch dazu solche, die man sich nicht leistet, weil man sie irgendwie zum Leben braucht, sondern wo auch Statusdenken und Geltungsbedürfnis mitspielen, also solche Werte, zu denen man nicht einmal ein persönliches Verhältnis hat, sondern die andere vorgeben, besteht die Gefahr, dass man seinen eigenen Wert als individuelle Persönlichkeit mit dem seines Besitzes verwechselt. Man muss aufpassen, dass man sich nicht gefangen nehmen lässt von seinem Geld. So gesehen ist das, was man sich mit seinem Geld leistet, Ausdruck einer Ehrlichkeit vor sich selbst.

Und weil gerade jetzt, wo ich versuche, meine Gefühle in einen einigermaßen klaren und verständlichen Zusammenhang zu bringen, der Weihnachts- und Silvesterrummel wieder einmal an mir vorübergegangen ist, wird mir der Sinnverlust besonders deutlich bewusst. Jedes Jahr wird von allen Seiten die Bedeutung gerade des Weihnachts- und Neujahrsfestes in mannigfaltigen Formeln beschworen. Doch je mehr die Feste zur Institution werden, desto krampfhafter muss man sich dazu zwingen, die tiefere Bedeutung innerlich zu empfinden. Man kann sich noch so sehr mit seinem Verstand die Bedeutung z.B. des Weihnachtsfestes als Fest der Liebe in Erinnerung rufen, ohne im Innern nur im geringsten bewegt zu werden. Je mehr diese Feste von der Wirtschaft werbewirksam in Beschlag genommen werden, desto mehr geht der Sinn verloren. Je mehr eine Idee veräußerlicht wird, desto mehr geht die Bedeutung verloren. Sie ist zwar allgemein präsent, allerdings nur noch in der äußeren Form, als Geschenk, als Weihnachtsgeld oder dreizehntes Monatsgehalt, in Form einer Flut von Glückwunschkarten, die jedes Jahr ein weiteres Stück Wald in Papier pressen, oder als kaltes Licht der Weihnachtsbeleuchtung von Kaufhäusern und Einkaufszonen, die das zarte warme Licht im Herzen der Menschen überstrahlen, wenn nicht gar ganz zum Erlöschen bringen. Um ein Bild aus dem christlichen Sprachschatz zu gebrauchen: der Teufel kauft sich zu Weihnachten die Gedanken der Menschen, damit sie immer mehr von der eigentlichen Bedeutung abgelenkt werden. Was bleibt, ist auch hier nur die Leere, die man nur noch dann und wann zart spürt, wenn man zwischendurch einmal zur Ruhe kommt. Gerade an Weihnachten oder zu Silvester, wo man eigentlich in sich gehen sollte, über sein bisheriges Leben nachdenken und wenn nötig, neue Ziele für die Zukunft suchen sollte, ist der Drang nach Ablenkung am größten. Es wäre durchaus wichtig, sich der Leere bewusst zu werden, weil nur daraus ein Impuls für eine Richtungsänderung kommen kann. Die Zeit im jedem Jahr, in der die Nacht am längsten ist, scheint dafür prädestiniert.

Was also ist wichtig in diesem Leben, was hilft, die Leere zu vermeiden, was also kann man mitnehmen, wenn man diese Welt verlässt? Wenn es nichts materielles sein kann, dann bleiben nur immaterielle Werte übrig. Und davon wiederum nur solche, die mit der Persönlichkeit in irgendeiner Weise eng verbunden sind. Denn alles das, was man sich an Wissen oder an Gewohnheiten angeeignet hat, was man also gelernt hat, ohne dass der eigene innere Wesenskern davon berührt worden ist, ist noch Teil der äußeren Welt. Was ich beispielsweise glaube, nur weil viele oder vermeintlich alle das sagen, hat zwar Einfluss auf meine Persönlichkeit und wirkt auch nach, aber es bewirkt eine ähnliche Leere wie die rein materiellen Werte. Eben weil es nicht zu mir gehört, weil es mein Wesen nicht wirklich berührt hat.

Anders ist es mit dem, was ich mir selbst "erarbeitet" habe an Gedankengut und Wertverständnis, also an dem, was mich zum Handeln antreibt. Was mein Leben in eine bestimmte Richtung weist. Diese Richtung bestimmt nicht nur mein äußeres Leben, sondern auch meine innere Weiterentwicklung. Zu diesem Thema habe ich eine schöne Stelle bei Meister Eckehart, dem mittelalterlichen Mystiker, gefunden. Seine Worte richten sich - wie sollte es auch anders sein - an dem damaligen Weltbild aus; der Kern der Aussage geht dennoch in die gleiche Richtung. Er sagt: "... was du an Werken nicht in deinem eigenen nimmst, die Werke sind alle tot vor Gott. Das sind die, zu denen du außerhalb deiner durch fremde Dinge bewegt wirst, denn sie kommen nicht aus dem Leben: darum sind sie tot, denn nur dasDing lebt, das Bewegung aus seinem Eigenen empfängt. Und so denn: sollen des Menschen Werke leben, so müssen sie aus seinem Eigenen genommen werden, nicht von fremden Dingen her noch außerhalb seiner, sondern in ihm." Wenn man Tod mit Leere übersetzt, ist die Übereinstimmung perfekt.

Letzten Endes sind es zwei Aspekte, die über alles, was man "mitnehmen" kann, entscheiden. Der eine ist die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, was immer mit einer Absonderung von den anderen Menschen verbunden ist, verbunden mit der Gefahr, in egoistischer Selbstsucht gefangen zu werden und damit gerade in diesen Teufelskreis zu gelangen, von dem hier die Rede ist. Der andere besteht in dem, was man gerade nicht für sich selbst tut, wo man seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zurückstellt zugunsten eines anderen, der Hilfe braucht. Das ist das Gegenteil der Selbstsucht, die Opferbereitschaft. Man ist geneigt, eine Entscheidung treffen zu wollen zwischen diesen beiden Aspekten, weil sie sich gegenseitig ausschließen. Sie haben auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun; vielleicht aber ist nur die Bequemlichkeit des Denkens der Grund, warum man einen unüberbrückbaren Gegensatz dort sieht, wo lediglich ein Spannungsfeld zweier Pole besteht, zwischen denen sich das Leben entfaltet. Ähnlich wie in den Betrachtungen über die "Naturzerstörung" im Bayerischen Wald (s.u. Wahrheit), wo sich die Begriffe "Zerstörung" oder "Entwicklung" als irrelevant für eine wahrheitsgemäße Erfassung der Vorgänge erwiesen haben. Bei näherem Hinsehen wird man feststellen, dass der erste Aspekt die Voraussetzung für den zweiten ist. Zunächst geht es in erster Linie um die Entwickelung der eigenen Persönlichkeit. Nur wer sich seines eigenen Wertes bewusst ist, ist stark genug, seinen Wert nicht mit den äußeren Attributen wie Erfolg, Macht, Besitz usw. zu belegen. Nur der aufgewachte Mensch ist frei und kann damit darauf verzichten, nur dem eigenen Vorteil hinterher zu rennen. Und nur eine starke Persönlichkeit wird in einem Verzicht oder einem Opfer keine Schwächung der eigenen Existenz sehen, sondern eher eine Stärkung. Jeder Verzicht, wenn er bewusst und freiwillig erfolgt ist, trägt dazu bei, sich zu lösen von den äußeren Werten, die einen in der Welt gefangen nehmen wollen, die den Irrtum fördern, der Wert eines Menschen sei gekoppelt mit Besitz, Ansehen, Macht. Der Verzicht und das Opfer sind in gewisser Weise das Regulativ, was verhindert, dass die Persönlichkeitsentfaltung über das Ziel hinausschießt. Doch auch in einer Überbetonung des Verzichts besteht eine Gefahr. Das übermäßige Opfer lässt die Persönlichkeit verkümmern, es verhindert geradezu die Entfaltung der Persönlichkeit und bringt den göttlichen Funken in der Seele zum Erlöschen. Auch daraus resultiert eine Leere sowohl im diesseitigen, als auch im jenseitigen Leben. Es ist zwar eine andere Leere wie bei dem, der immer nur an seinen eigenen Vorteil gedacht hat, aber sie ist dennoch genauso präsent.

Eigentlich ist es ganz einfach: Von dem, was ich zum eigenen Nutzen und Vorteil getan habe, kann ich nur das mitnehmen, was der Weiterentwicklung meiner Persönlichkeit dient. Als Weiterentwicklung der Persönlichkeit ist dabei alles gemeint, was in Richtung ethische Verantwortung geht. Eine ausführliche Auseinandersetzung mit diesem Thema würde hier zu weit führen (etwas ausführlicher ist das in meinem Buch "Naturerkenntnis-Selbsterkenntnis" behandelt). Alle äußeren, weltlichen Werte gehören nicht dazu. Die kann ich nur dann mitnehmen, wenn ich sie in den Dienst der anderen gestellt habe. In diesem Falle brauche ich mich nämlich nicht damit zu identifizieren - sie sind nur eines von vielen anderen gleichberechtigten Mitteln, um das Ziel des Menschseins zu erreichen. Abgeben und Teilen sind gute Übungen, um sich frei zu machen. Und das wiederum fördert und stärkt die Persönlichkeitsentwicklung (s.o.). Je nachdem, wie ich mich ihnen gegenüber verhalte und in wessen Dienst ich sie stelle, sind materielle Güter also in der Lage, mich gefangen zu nehmen, so dass ich immer mehr davon brauche, um die Leere meines Lebens vermeintlich füllen zu können - oder aber mich zu befreien und damit die Leere zu vermeiden.

2009

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