Ralph Eid, Landschaftsarchitekt

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Tulpen und Traubenhyazinthen
Prärielilie und Pfingstrose

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Als ich meine Gärtnerlehre absolviert habe, galten sog. 'Bodendecker' als der Weisheit letzter Schluss, wenn es um Grünflächen ging. Einmal gepflanzt, so stellte man sich vor, wachsen die Cotoneaster, Lonicera und wie sie sonst alle heißen, so stark ineinander, dass sie nach ein paar Jahren alles, was als Unkraut keimen möchte, unterdrücken und daher keine Pflege mehr brauchen. Mein damaliger Chef hat es sogar irgendwie geschafft, das Management eines Energieversorgers von den Vorzügen der Bodendeckerflächen dermaßen zu überzeugen, dass wir danach wochenlang mehrere 100 qm Rasenflächen innerhalb des Betriebsgeländes umgebrochen haben und mit Bodendeckern bepflanzten. Ich habe es glücklicherweise nicht mehr miterlebt, wie sich die Flächen danach weiterentwickelt haben. Man darf aber wohl annehmen, dass diese Flächen heute nicht anders aussehen als alle diese Wunderwerke der Pflanzenkunst.

Cotoneaster
Calamagrostis und Rudbeckia fulgida var. deamii
Salvia Caradonna und Achillea Coronation Gold

Imageverlust statt Gewinn

Statt der erhofften Pflegeleichtigkeit handelt man sich Probleme ein, die man früher beim Rasen gar nicht kannte. Auch ein Cotoneaster ist eine Pflanze und wie alle Pflanzen will er wachsen. Wenn er nicht in die Breite wachsen kann, wie sich das für einen Bodendecker schickt, weil dort gleich der nächste steht, der ebenfalls weiterwachsen will, dann bleibt nur das Wachstum in die Höhe. Die Pflanzen schieben sich also gegenseitig in die Höhe und werden ein bis zwei Meter hoch. Das wollte man ja eigentlich auch nicht, deshalb bekommt der Hausmeister den Auftrag, regelmäßig mit der Heckenschere den Ausbreitungsdrang zu stoppen. Pflegeleichtigkeit sieht anders aus. Und schön sind die Flächen obendrein nicht. Im Gegenteil: Je niedriger man den Bestand mit der Heckenschere halten muss, desto mehr Chancen haben Unkräuter - meistens Gräser, in kleinen Lücken ihr Leben zu fristen. Dann sieht das ganze nicht nur trostlos, sondern auch unordentlich aus. Und das ganze ist dann nicht mehr nur nicht pflegeleicht, sondern überhaupt nicht mehr zu pflegen, weil man kaum eine Chance hat, die Gräser mit der Wurzel zwischen dem dichten Wurzelfilz der Bodendecker herauszuziehen.

Auch in den Vorstandsetagen setzt sich langsam die Erkenntnis durch, dass es Pflegelosigkeit im Grünen Bereich nicht gibt. Und Pflegeleichtigkeit kann man auch auf hochwertigen und ästhetischen Grünflächen haben, wenn das Konzept der Bepflanzung und der Bodenvorbereitung stimmt (s.a. unter Gartenpflege)

Den ersten Versuch mit einer anderen Form der Begrünung wurde hier vor dem Haupteingang gestartet: Eine etwa 100 qm große Verkehrsinsel, bepflanzt mit Blumenzwiebeln und Blütenstauden und mit Riesel gemulcht, um die Unkrautentwicklung gering zu halten und um auch in Trockenzeiten nicht gießen zu müssen.

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